Woran erkenne ich nachhaltige Brautmode?

5 Tipps worauf Du bei der Brautkleidsuche achten solltest, wenn Du auf der Suche nach einem nachhaltigen Brautkleid bist.

1.) Second-Hand oder Neu?

Glück für alle Second-Hand Fans, denn der Kauf eines Second-Hand Brautkleides, ist die mit Abstand nachhaltigste Option des Brautkleidkaufs.
Aber weshalb ist das so?
Ganz einfach!  Brautkleider werden oftmals nicht auf Vorrat, sondern auf Bestellung produziert. Daher liegen die Lieferzeiten auch oftmals bei mehreren Monaten. Für die Produktion werden natürlich viele Bestandteile benötigt, beispielsweise Stoffe, Spitze, Garn usw.
Nicht zu vernachlässigen ist hier auch der Transport, denn die einzelnen Bestandteile werden nicht am selben Ort produziert.

Ein Second-Hand-Brautkleid ist ist deshalb gleich in mehreren Hinsichten die nachhaltigste Option:

1.) es muss nicht extra neu produziert werden, entsprechend spart es neue Ressourcen für deren Produktion beispielsweise eine Menge Wasser benötigt wird

2.) Es muss weder das Brautkleid, noch die zur Produktion notwendigen Bestandteile transportiert werden. Da gerade Mode ein sehr globales Geschäft ist, werden sämtliche Teile meist über verschiedene Kontinente bis zu ihrer endgültigen Station transportiert.

3.) Je häufiger ein Kleidungsstück getragen wird, desto besser wird seine Ökobilanz. Denn,  wie oben beschrieben wurden für jedes Brautkleid viele Ressourcen verbraucht. Je häufiger ein Brautkleid nun getragen wird, desto mehr lohnt sich dieser Verbrauch.

 

2.) Material

Gerade bei neuen Kleidern ist es eine wichtige Frage, aus welchem Material das Kleid besteht. Hier gibt es verschiedene Kriterien.

Viele Brautkleider bestehen aus synthetischen Fasern wie Polyester, Polyacryl, Nylon, Elasthan oder Acetat.  Das liegt daran, dass diese Fasern bedarfsgerecht und günstig produziert werden können.
Allerdings basieren die Fasern auf der endlichen Ressource Erdöl, für deren Förderung Natur zerstört sowie Tiere und Menschen vertrieben werden.

Es macht deshalb Sinn,  aus Aspekten der Nachhaltigkeit aber auch des Komforts darauf zu achten, dass zumindest ein Teil des Kleides aus Naturfaser besteht. Hier gibt es zwar auch Nachteile, aber die Vorteile überwiegen.

 

3.) Label

Gerade beim Label des Brautkleides lässt sich viel über Herkunft und Produktion herausfinden.
Es gibt viele Labels, die sich auf nachhaltige Brautmode spezialisiert haben.
Eine Übersicht hierzu, hat die deutsche Vogue 2020 veröffentlicht.
Selbst wenn Dir keines dieser Labels zusagt, so gibt es beispielsweise noch die Möglichkeit, sich ein Kleid in einem kleinen Atelier anfertigen zu lassen.
Alles fernab von großen Labels mit Massenproduktion ist für die Nachhaltigkeit meist besser.

 

4.) Produktionsort

Der Produktionsort sagt sehr viel über die Produktionsbedingungen aus.
Hier solltest Du auf Made in Germany vertrauen, denn für Deutschland gelten hohe Standarts.
Viele Brautkleider werden in Osteuropa produziert, wo teilweise für Näherinnen und Umwelt schlechte Bedingungen herschen.

Es gibt auch viele kleine Labels die in Deutschland produzieren.  Hier ist beispielsweise eine Übersicht über Labels, die in Berlin produzieren.

5.) Brautmodenladen

Wenn Du auf der Suche nach einem nachhaltigen Brautkleid bist, such Dir einen Brautmodenladen, der innerhalb seines Sortimentes viel Wert auf Nachhaltigkeit legt.

Es gibt eine Reihe von neuen Brautmodenläden die der Nachhaltigkeit einen hohen Stellenwert einräumen. Wenn Du aber auf der Suche nach einem zu 100% nachhaltigen Brautkleid bist, ist ein Second-Hand Brautmodenladen die erste Anlaufstelle

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